Justizportal des Bundes und der Länder

Grob- und Feinkonzept

SAFE (Secure Access to Federated e-Justice/e-Government)

- sichere elektronische Identitäten in einem föderalen Umfeld

D.I.M. (Distributed Identity Management)

- die Adaption der SAFE - Konzeption für das Umfeld der EU

Mit Inkrafttreten des Gesetzes über das elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) zum 01.01.2007 haben die Bundesländer die elektronische Handelregisteranmeldung verpflichtend vorgeschrieben. Ab 01.12.2008 werden auch Anträge auf Erlass eines Mahnbescheides durch Anwälte nur noch elektronisch möglich sein.

Um den elektronischen Rechtsverkehr sicher abwickeln zu können, wurde in allen Ländern und beim Bund eine Kommunikationsinfrastruktur über das Elektronische gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) erprobt und aufgebaut. Die Erwartungen der Bundesländer an die Nutzerzahlen des neuen Kommunikationsweges im Rahmen des elektronischen Rechtsverkehrs wurden schon im ersten Quartal 2007 bei weitem übertroffen.

Die in Ländern und Bund geschaffene Kommunikationsinfrastruktur zur Umsetzung des elektronischen Handelsregisters (EHUG) umfasste im Dezember 2007 bereits über 27.000 Kommunikationsteilnehmer - mit stark wachsender Tendenz. Somit kann die Justiz bereits heute auf Erfahrungen aus der Praxis bei der Verwaltung einer beträchtlichen Zahl von Kommunikationsteilnehmern in verwaltungs- und geschäftskritischen elektronischen Prozessen verweisen. Mittel- bis kurzfristig sind auch jenseits der Justiz analoge Anforderungen an Systeme zur sicheren Handhabung großer Teilnehmerzahlen bei übergreifenden E-Government-Prozessen vorhanden

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Daher ist der bestehende Registrierungsdienst als zentrale Komponente der Kommunikation im EGVP zu überarbeiten und fortzuentwickeln, mit dem Ziel, offene, in­ter­operable Schnittstellen für den Umgang von Kommunikationsteilnehmern zu definieren, die grundsätzlich in allen Bereichen der Verwaltung wie auch der Wirtschaft akzeptiert und genutzt werden können.

Zur Herstellung der Zukunftsfähigkeit des Registrierungsdienstes hat die Bund-Länder-Kommission für Datenverarbeitung und Rationalisierung in der Justiz (BLK) das Deutschland-Online-Projekt SAFE für eine einheitliche Kommunikationsinfrastruktur für den elektronischen Rechtsverkehr initiiert.

SAFE zielt daher auf die Entwicklung einer komplett offenen und übergreifend nutzbaren Lösung, die sicherstellt, dass die technische Konzeption und Realisierung unter Berücksichtigung der eGovernment-Standards erfolgt, um so eine breite Nutzungsmöglichkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.

Der Justizbereich ist aufgrund seiner sehr weitgehenden "Elektronifizierung" Vorreiter für andere Verwaltungsbereiche.

Das SAFE-Konzept differenziert ausdrücklich zwischen fachbereichsunabhängigen, generischen Anforderungen an ein Web Service basiertes Identity Management und den eher spezifischen Anforderungen aus dem Justiz-Umfeld.

Die Konzeption kann ohne konzeptuellen Bruch zur Registrierung für beliebige E-Government-Dienste genutzt werden. Dazu wird eine hoch skalierbare Architektur konzipiert.

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Die Ziele der Konzeption sind:

  • Plattformunabhängigkeit hinsichtlich server- und clientseitiger Systeme
  • Verwendung offener, herstellerunabhängiger Standards bei gleichzeitig minimaler Bindung an einen Standard oder eine Standardfamilie
  • Möglichkeit der Integration bestehender Identity-Infrastrukturen (Kapselung)
  • Möglichkeit der Verteilung, Gliederung und Kooperation von Identitäten verwaltenden Domänen (Föderation)
  • Unterstützung (aktiver) Web Service-Clients (Fachverfahren, Rich-/ Desktopclients) im Rahmen serviceorientierter Architekturen (SOA), insbesondere auch von OSCI-Transport
  • Möglichkeit der Integration (passiver) Browser-Clients für Single-Sign-On Szenarien (SSO)

Die Konzepte stehen  Ihnen hier zur Information zur Verfügung.

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